Zum 1200-Jahre Jubiläum von Emmingen soll die Doppelgemeinde erblühen

Ein kurzer Einblick für Sie, was diese Woche (KW40) im Dorf für die Artenvielfalt und die Ortverschönerung gelaufen ist:

Mein Name ist Christiane Denzel, ich bin Inhaberin der Bioland  - Gärtnerei und Naturkost Breite Wies' in Liptingen.

Die Füllung des Insektenhauses für die Grundschule läuft auf Hochtouren

  • Die ersten Klassen befüllten leere Dosen mit hohlen Pflanzenstängeln
  • Die vierten Klassen bohrten fleißig Löcher in Eichenstämme, vielen Dank an die Eltern, die ihren Kindern Bohrmaschinen mitgegeben haben! (Bild)
  • All die Elemente sammeln sich im Werkraum, bis das neue Insektenhaus fertig ist und aufgestellt werden kann.
  • Vielen Dank im Voraus aus Herrn Finkbeiner, der das Haus in der Wittohschule fertigt und an den Bauhof, der es in diesem Herbst noch aufstellen wird!

 

Die Wildblumeneinsaat ist gekeimt und musste dank des feuchten Wetters nicht gegossen werden.

  • … weil Wildbienen nicht nur Wohnungen brauchen, sondern auch Nahrung!
  • Bei der Grundschule haben Drittklässler am Hang  trockenliebende Pflanzen gesät

Der Zuspruch in der Bürgerschaft ist groß – das freut uns sehr!

     à Und wenn Sie selbst aktiv werden möchten, wollen wir Ihnen eine besondere Gelegenheit geben:
    àAm Mittwoch den 16.10.2019 von 17.00 bis 19.00 Uhr können Sie selbst etwas für Wildbienen bauen!
    à Unter Anleitung der Töpferin Judith Schwägler sollen im Werkraum der Grundschule ganz besondere
         Ton Elemente für Wildbienen in Ihrem eigenen Garten entstehen.
    à Auf dem Bild sehen Sie einen solchen, bereits stark bewohnten Ziegel
    à 12,- € zuzüglich Materialkosten, mindesten 5 Teilnehmen, maximal 12 Teilnehmer
   à Bitte melden Sie sich direkt bei Frau Schwägler an: 07465 / 1355.

Um die Ortseingänge im Frühling erblühen zu lassen, wird dringend Ihre Hilfe gebraucht:

  • Am  26.10.2019 von 8.30 bis 12.30 sollen in beiden Ortsteilen an den Orteingängen Blumenzwiebeln gesteckt werden. Ersatztermine bei schlechtem Wetter sind der 02.11 und 09.11.2019.
  • Hierzu brauchen wir möglichst viele Helfer!
  • Jede Stunde, die Sie helfen können, hilft der Ortsverschönerung und den Insekten!
  • Die Zwiebeln werden dankenswerterweise von der Gemeinde gestellt.
  • Auf jeden Helfer wartet ein kleines Dankeschön.
  • Damit wir planen können, melden Sie sich bitte verbindlich bei Christiane Denzel oder Gaby Rettkowski:
    07465/2515, breitewies@t-online.de oder 07465/ 91246, gaby.rettkowski60@web.de
  • Viele Anmeldungen haben wir schon, aber es sollten noch mehr werden – zögern Sie bitte nicht!
  • Wir können die Blumenzwiebeln erst bestellen, wenn wir genug Helfer beisammen haben.

Wir freuen uns auf Sie! Gaby Rettkowski und Christiane Denzel


Ein kurzer Einblick für Sie, was diese Woche (KW38/39) im Dorf für die Artenvielfalt und die Ortverschönerung gelaufen ist:

Das Insektenhaus an der Wittohschule ist fast fertig

  • Diese Woche war es an der siebten Klasse der Wittohschule das Insektenhaus weiter zu befüllen  
  • Wieder wurden nach einer Einführung in die Welt der Wildbienen meinerseits in Eichenstämme Löcher gebohrt, leere Dosen mit hohlen Stängeln befüllt und Löcher in Tonquader gestochen – alles in unterschiedlichen Größen von 3 – 8 mm
  • Parallel wird dort das Insektenhaus für die Grundschule gebaut

 

Wildblumeneinsaat unterhalb der Grundschule in Liptingen…

  • … weil Wildbienen nicht nur Wohnungen brauchen, sondern auch Nahrung!
  • Hier waren vergangene und diese Woche die dritten Klassen aktiv. Jeweils in zwei Gruppen wurde abwechselnd eingesät und fürs Insektenhaus vorbereitet
  • Kommende Woche dürfen die ersten und vierten Klassen weiter machen.

 

Toll, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger melden!

  • Immer wieder haben Sie fachliche Fragen, das ist toll, hier nochmal meine Telefonnummer: 2515
  • Einige Gartenbesitzer melden sich und brauchen Saatgut für kleine Blühstreifen.
    Ein wenig Samen ist noch übrig, jetzt ist die richtige Zeit dazu – melden Sie sich einfach!

Es wird dringend Ihre Hilfe gebraucht: Viele Hände, schnelles Ende!

  • Am  26.10.2019 von 8:30 bis 12:30 sollen in beiden Ortsteilen an den Orteingängen Blumenzwiebeln gesteckt werden. Ersatztermine bei schlechtem Wetter sind der 02.11 und 09.11.2019.
  • Hierzu brauchen wir möglichst viele Helfer! Jede Stunde, die Sie helfen können, hilft der Ortsverschönerung und den Insekten!
  • Die Zwiebeln werden dankenswerterweise von der Gemeinde gestellt und auf jeden Helfer wartet ein kleines Dankeschön.
  • Damit wir planen können, melden Sie sich bitte verbindlich bei Christiane Denzel oder Gaby Rettkowski:
    07465/2515, breitewies@t-online.de oder 07465/91246, gaby.rettkowski60@web.de
  • Viele Anmeldungen haben wir schon – es dürfen aber gern noch viele mehr werden!
    Wir haben schließlich einige Ortseingänge!

Wir freuen uns auf Sie! Gaby Rettkowski und Christiane Denzel


Es geht voran! Zwei sehr gelungene Aktionen wurden bereits durchgeführt!

Das Insektenhaus an der Wittohschule wird überarbeitet und Wildblumen gesät

  • Die Mitarbeiter des Bauhofes haben dankenswerterweise das bestehende Insektenhaus der Wittohschule umgestellt.  Jetzt steht es frei und mit den Öffnungen nach Süden.
  • Zudem stehen hinter dem Häuschen einige abgestorbene Stämme eines toten Laubbaumes. Dieses Totholz ist ebenfalls ein wichtiger Lebensraum für viele nützliche Insekten.
  • Nun wir das Haus neu befüllt, da einige der alten Elemente von den Tieren nicht angenommen worden waren;  z. B. Ytong Steine. Sie sind zu porös und nicht sinnvoll, auch Styropor eignet sich gar nicht!
  • Nach einer Einführung wurde von den Kindern in Eichenstämme gebohrt, leere Dosen wurden mit hohlen Stängeln gefüllt und es wurden Löcher in Tonquader gestochen.
  • Bereits diese Woche geht es mit der siebten Klasse weiter.
  • Die achte und neunte Klasse ist derzeit mit Herrn Finkbeiner dabei, den Rahmen für ein Insektenhaus für die Grundschule zu bauen.
  • Gleichzeitig wurde die Wiese unterhalb der Schule mit Wildblumensamen 'geimpft'.
  • Dabei hatten wir Besuch von Frau Nele Feldmann vom Naturpark Obere Donau, von dem auch das Saatgut gestellt wurde.

            Einsaat der Wildblumenwiese an der Witthohschule.
            Links vorn im Bild Nele Feldmann vom
            Naturpark Obere Donau.

Wildblumeneinsaat an Orteingängen und einigen privaten Flächen

  • Vergangenen Samstag haben neun fleißige, freiwillige Bürger unserer Gemeinde verschiedene Flächen mit  mehrjährigen Wildblumensamen 'geimpft'. Das heißt, dass man Saatgut in bestehende Wiesen einbringt. Von diesen Inseln aus sollen sich die Pflanzen nun vermehren.
  • Vielen Dank für das tolle Miteinander und Dank auch an die Privatbesitzer, die Flächen zur Verfügung gestellt haben und die die Samen jetzt im Herbst gießen werden.
  • Bitte wundern Sie sich nicht über die kleinen Holzpfosten, die jetzt an diesen Flächen zu sehen, sind.
    Diese Pfosten wurden von der Firma Kupferschmid Holzbau gefertigt und gespendet – vielen Dank!
  • Sie dienen dazu, die Stellen wieder zu finden, damit ggf. diesen Herbst bewässert werden kann und man im Frühjahr weiß, wo die Wiese stehen bleiben soll.

 

Es wird dringend Ihre Hilfe gebraucht: Viele Hände, schnelles Ende!

  • Am  26.10.2019 von 8.30 bis 12.30 sollen in beiden Ortsteilen an den Orteingängen Blumenzwiebeln gesteckt werden. Ersatztermine bei schlechtem Wetter sind der 02.11 und 09.11.2019.
  • Hierzu brauchen wir möglichst viele Helfer! Jede Stunde, die Sie helfen können, hilft der Ortsverschönerung und den Insekten!
  • Die Zwiebeln werden dankenswerterweise von der Gemeinde gestellt und auf jeden Helfer wartet ein kleines Dankeschön.
  • Damit wir planen können, melden Sie sich bitte verbindlich bei Christiane Denzel oder Gaby Rettkowski:
    07465/2515, breitewies@t-online.de oder 07465/ 91246, gaby.rettkowski60@web.de

Wir freuen uns auf Sie! Gaby Rettkowski und Christiane Denzel


Was ist in der Gemeinde in den kommenden Wochen an Aktionen geplant?

Diesmal soll es darum gehen, was in unserer Gemeinde die kommenden Wochen geplant ist und wie Sie dabei helfen können. Es soll nicht nur mehr Summen, Brummen, Flattern und Zwitschern, es soll dabei auch schöner und bunter werden!

Was sind die nächsten Schritte in unserer Gemeinde:

Einiges ist schon passiert:

  • Bisher gab es jeweils eine Ortbegehung in jedem Ortsteil mit interessierten Bürgern.
  • An beiden Rathäusern können schon seit Mai einladende Blumenkästen bewundert werden.
  • Zwei Brücken in Emmingen haben ebenfalls Blumenkästen erhalten, an dieser Stelle herzlichen Dank an die Brückenpaten, die sich vorbildlich kümmern! Bei der dritten Brücke an der Schulstraße haben Bauarbeiter leider ihre Gerätschaften deponiert, sodass diese Blumenkästen auf die anderen beiden Brücken verteilt werden mussten.
  • Bei der Auswahl der Blumen wurde vorausschauend auf die Insektenfreundlichkeit geachtet. Die Kästen wurden von Christine Kaiser von der „Pusteblume“ und von Frau Tina Heckmann vom „Alten Schulhaus“ In der Burg, gepflanzt. Die Gemeinde bezahlte die neuen Blumenkästen und die Blumen.
  • Frau Gaby Rettkowski hat mehrere Info – Veranstaltungen und Fortbildungen in Beuron im Zentrum des Naturparks Obere Donau besucht.
  • Ich selbst war bei der Erstellung des neuen Naturpark – Planes beteiligt.
  • Frau Gaby Rettkowski war zum Unternehmerfrühstück in Emmingen – Liptingen eingeladen und konnte dort für die artenreiche Gestaltung von Firmengeländen werben.
  • Hierbei wurden wir von Herrn Tontarra, einem Unternehmer aus Wurmligen, unterstützt. Er hat um sein Firmengelände bereits einiges für die Artenvielfalt getan.
  • Vielleicht haben Sie gesehen, dass der Brunnen am Kronenplatz dankenswerterweise bereits von Michael Arp zusammen mit Jugendlichen mit Mosaik - Fließen verschönert wurde.

Es gibt noch viele Pläne:

  • Damit man den schönen Brunnen auch sieht, sollen hier und an einigen anderen Stellen alte und unschön gewordene Koniferen (meist Latschenkiefern) entfernt werden. An deren Stelle sollen z. B. Lavendel, Rosen und anderes Langblühendes in die Beete gepflanzt werden.
  • Glücklicherweise gibt auch schon einige Wegkreuze, Brunnen und Brunnenplätze u.ä., die bereits seit langem von ehrenamtlichen Helfern geputzt, gepflegt und bepflanzt werden. Hier sind uns sicher noch einige Helfer gar nicht bekannt. Auch an alle diese Helfer ein herzliches Dankeschön!
  • An den jeweiligen Ortseingängen werden im Oktober Blumenzwiebeln in Wiesenstreifen gesteckt, damit wir uns alle im Frühling daran erfreuen können – und mit uns die ersten Insekten, die bei uns überwintert haben und schon früh auf Nahrungssuche sind. Hierzu brauchen wir viel Hilfe!
  • An einigen Stellen werden Wiesen und Straßenränder stehen gelassen, damit dort Kräuter und Gräser zur Blüte kommen und so den kleinen Tieren sowohl Nahrung als auch Unterschlupf bieten.
    Zudem erfreut es das Auge, wenn bunte Blüten winken.
  • Hierzu werden zeitnah geeignete Blumensamen in die vorhandene Wiesen ausgebracht. Die Samen haben wir teils vom Landesprogramm des Naturparks Obere Donau bekommen, zu dem unsere Gemeinde zählt. Teils stammen sie von Flächen meiner Gärtnerei. Wer hier Hilfe oder Saatgut braucht, sollte sich vor diesem Tag bei mir melden. 07465 / 2515 oder breitewies@t-online.de Bitte kaufen Sie keine fertigen Mischungen aus Baumärkten, diese enthalten leider häufig nur Samen von einjährigen Blumen!
  • An beiden Schulen werden Wildbienenhäuser entstehen und dazu Blumenwiesen mit geeigneter Nahrung für die fleißigen, kleinen Helfer stehen gelassen.
  • Herzlichen Dank an den Rektor der Wittohschule, Herrn Finkbeiner, der mit seinen Schülern den Rahmen des Insektenhauses für die Grundschule baut. Weiterhin Dank an beide Rektoren,  Lehrergremien und Hausmeister unserer beiden Schulen und Hallen, die das Projekt der Artenvielfalt unterstützen.
  • Ich werde an beiden Schulen eine Einführung zum Thema Wildbienen machen und noch diesen Herbst an mehreren Nachmittagen die Insektenhäuser zusammen mit Schülern befüllen.
  • An dieser Stelle vielen Dank an die Mitarbeiter des Bauhofs, der die Häuser aufstellen. Dank an Andreas Matt, der das Eichenholz gebracht und zugesägt hat. Dank an Judith Schwägler und Franziska Wallstein, die den Ton gespendet haben.

Es wird Ihre Hilfe gebraucht: Viele Hände, schnelles Ende!

  • Am 21.09.2019, bei schlechtem Wetter am 28.09.2019 werden Samen ausgebracht, wir freuen uns über nahe Anwohner, welche die Wiesen wohlwollend genießen werden.
  • Am  26.10.2019 sollen in beiden Ortsteilen an den Orteingängen Blumenzwiebeln gesteckt werden.
    Ersatztermine bei schlechtem Wetter sind der 02.11 und 09.11.2019. Hierzu brauchen wir möglichst viele Helfer! Jede Stunde, die Sie helfen können, hilft der Ortsverschönerung und den Insekten! Die Zwiebeln werden dankenswerterweise von der Gemeinde gestellt und auf jeden Helfer wartet ein kleines Dankeschön.
  • Damit wir planen können, melden Sie sich bitte verbindlich bei Christiane Denzel oder Gaby Rettkowski:
    07465/2515, breitewies@t-online.de oder 07465/ 91246, gaby.rettkowski60@web.de

Wir freuen uns auf Sie! Gaby Rettkowski, Michael Arp und Christiane Denzel


Was kann ich selbst auf meinem Grundstück tun?

Was kann ich selber tun, um meinen Garten Insektenfreundlicher zu gestalten?
Sie können bei neuen Pflanzungen darauf achten, zu heimischen Stauden und Sträuchern zu greifen. Bunte Hecken und Beete, die blühen und Früchte
tragen bieten Nahrung und Wohnraum für zahlreiche Insekten und Vögel. Achten Sie dabei auf ungefüllte Blüten wie bei den Rosen auf den Bildern.
Legen Sie, gerade jetzt im Herbst, Stauden - Kräuter – und Gemüsebeete an, dies freut uns Menschen genauso wie zahlreiche Schmetterlinge und Bienen.
Begrünen Sie Zäune und Mauern, auch dies bietet Unterschlupf.

Welche Lebensräume, die man im Garten schaffen kann, sind besonders wertvoll?
Wasser in Form eines Gartenteiches ist für Amphibien, Libellen und Vögel sehr wertvoll. Auch Insekten wie Bienen besuchen regelmäßig Wasserstellen. Sie brauchen es nicht nur zum Trinken, sondern auch um ihre Unterkünfte zu kühlen. Achten Sie hierbei bitte auf Ausstiegshilfen für Kleinsäugetiere, sie können sonst ertrinken! Auch Trockenmauern, Sandhaufen und Lesesteinhaufen werden von Eidechsen und zahlreichen Krabbeltieren gerne angenommen.
Legen Sie Blumenwiesen mit mehrjährigen, heimischen  Blumen und Gräsern an -  für Vögel und Insekten aller Art. Bitte nehmen Sie sinnvolle Mischungen, kaufen Sie diese nicht in Baumärkten o. ä. Dort sind überwiegend Blumen enthalten, die nur im ersten Jahr nach der Aussaat zur Blüte kommen.
Bei der Auswahl des Saatgutes kann ich Sie passend zum Standort gerne beraten.

Und wenn ich gerade nicht neu anpflanzen möchte, kann ich dann auch etwas tun?
Ja, man kann immer etwas tun, oft sind es Kleinigkeiten. Manchmal ist es auch das 'Nichts' tun! Eine „wilde Ecke“ kann in jedem Gärtchen stehen bleiben. Diese erfreut viele Tiere, die gern in Ihrem Garten leben würden. Brennnesseln werden z. B. von 28 verschiedenen Schmetterlingsraupenarten gefressen.
Auch ein alter, toter Baum kann stehen bleiben. Totholz ist für zahlreiche Insekten, Vögel und Kleinsäuger sehr wertvoll. Lassen Sie hohle Staudenstängel über den Winter als Unterschlupf stehen.
Aus Schnittgut können Reisig – Laub - Haufen für Igel als Winterquartier leicht angelegt werden.
Gehäckseltes Schnittgut eignet sich übrigens hervorragend für Wege und als Abdeckung anstelle von Rindenmulch. Mit diesem übersäuert der Boden und zudem sind häufig Rückstände von Spritzmitteln daran.

Kann man auch Dinge selber bauen, die helfen?
Gerne! Bauen Sie Wildbienenhäuser, Hummelhöhlen, Nistkästen für Vögel und Fledermäuse nach guten Bauanleitungen. Gerade bei Wildbienenhäusern sieht man in den Baumärkten so einiges an Unsinn.
Die hohlen Stängel bzw. Löcher in Hartholz sollten verschiedene Durchmesser von 3 – 8 mm haben. Zapfen füllen die leeren Kammern Ihres Häuschens zwar schnell, bieten aber keinen Wohnraum für Wildbienen.
In den kommenden Wochen werden auf beiden Schulgeländen solche Häuser entstehen – kommen Sie vorbei und schauen Sie es sich an!

Gibt es Dinge im Garten, die man im Sinne der Artenvielfalt so richtig falsch machen kann?
Da gibt es leider einiges: So sind Pflanzen wie Forsythien, Lebensbaum (Thuja), Bambus oder Rhododendren ökologisch nicht sehr wertvoll. Diese Pflanzen sind zwar oft schön anzusehen, ich meine auch nicht, dass Sie sie ausreißen müssen, dennoch sind andere, heimische Pflanzen mit Nektar für Insekten und Beeren für die Vögel sinnvoller. Die Mischung macht's!
Ganz wichtig: Bitte verbrennen Sie keine Gartenabfälle. Darin verbrennen sonst zahlreiche Tiere mit!
Verwenden Sie keine Gifte in Ihrem Garten: Insektengifte töten nicht nur Schadinsekten, sondern auch Nützlinge! Unkrautvernichtungsmittel gelangen auch ins Grundwasser und gefährden somit uns alle!
Übrigens: Torf gehört nicht in Balkonkästen oder Gärten - sondern ins Moor. Um einen cm Torf zu entwickeln, braucht das Moor 100 Jahre! Mit Ihrem eigenen Kompost haben Sie tolle Blumenerde!

All das sind Beispiele, die auch Ihr Grundstück zum Tierparadies machen können! Gerade im Herbst an manchen Stellen etwas weniger aufräumen, weniger abschneiden – dann siedeln sich Tiere an. Lassen Sie es summen, brummen, flattern und krabbeln. Weitere Informationen finden Sie unter www.naturgartenfreude.de oder in der Ladenbibliothek des Naturkostladens Breite Wies'.
Für Interessierte biete ich am Freitag den 20.09. von 14.00 bis 15.00 Uhr eine kurze Gartenführung durch meine Bioland – Gärtnerei in der Jägerstr. 4 in Liptingen zum Thema an. Hierbei kann auch etwas Saatgut mitgenommen werden.
Lesen Sie in der kommenden Ausgabe, welche Schritte in unserer Gemeinde geplant sind.


Vorstellung der Aktion: Artenvielfalt statt Einheitsgrün

Artenvielfalt statt Einheitsgrün

Mein Name ist Christiane Denzel, ich bin seit 1997 Inhaberin der Bioland  - Gärtnerei und Naturkost Breite Wies' in Liptingen, von Beruf bin ich Landschaftsgärtnerin, Heilpraktikerin und Kräuterpädagogin.
Zudem bin ich seit 2009 Mitglied des Tuttlinger Kreistages.
Seit März 2019 bin ich im Dienst der Gemeinde Emmingen - Liptingen, um bei der Gestaltung des öffentlichen Grüns zu beraten. Zum einen sollen die Grünflächen schöner werden, zum anderen soll es gleichzeitig darum gehen, die öffentlichen Flächen vogel – und insektenfreundlicher zu gestalten.
Hierzu Fragen, die mir häufig gestellt werden:

Warum sind Bienen und Co denn so wichtig?
Artenvielfalt ist unerlässlich, andernfalls wird es teuer für uns alle:Drei Viertel aller heimischen Blütenpflanzen sind auf Bestäubung von Insekten angewiesen. Von den 100 wichtigsten Kulturpflanzen, die wir Menschen als Nahrung brauchen, sind 80 % von der Bestäubung durch Insekten abhängig.
Der wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung in Gartenbau und Landwirtschaft wird weltweit jährlich auf über 150 Milliarden Dollar geschätzt.

Was passiert, wenn diese Insekten fehlen?
Dann müssen Menschen von Hand bestäuben. Das kennen wir z. B. bereits aus Teilen Chinas.
Dort brauchen 'menschliche Bienen' um 200 Obstbäume zu bestäuben 10 Arbeiter, 2 Wochen, 14 Std. täglich. Vorher müssen die Pollen auch noch mühsam gewonnen werden.
à Ein Bienenvolk bestäubt 200 Bäume in einigen Stunden, eine Biene bestäubt 3000 Blüten täglich!

Wären Honigbienen nicht genug?
Eine Untersuchung zeigt, dass Honigbienen höchstens ein Drittel der Bestäubungsleistung erbringen. Der Rest geht auf das Konto wilder Bestäuber wie Wildbienen, Schwebfliegen, Schmetterlinge, Käfer,
Wespen und Fliegen.
Hummeln zählen zu den Wildbienen. Eine Hummelkönigin bestäubt sogar bis zu 5.000 Blüten am Tag!

Wie viele Wildbienenarten gibt es denn?
In Mitteleuropa leben ca. 550 Wildbienenarten. Ihre Größe variiert von ca. 3 mm bis zu ca. 3 cm Länge.
Über 150 Arten sind stark gefährdet, weitere 200 Arten gefährdet.

Wo leben Wildbienen?
Sie bauen ihre Nester in Hohlräumen wie Käfergängen in Holz, hohle Pflanzenstängel, Mauerritzen oder Schneckenhäuser, 75 % der Arten bauen in der Erde. Wildbienen brauchen dringend Wohnraum und Nahrung. Meist können sie nur ca. 350 Meter weit fliegen.

Warum sind verschiedene heimische Wildpflanzen so wichtig?
Sowohl Wildbienen als auch Schmetterlinge sind häufig auf einzelne Pflanzenarten angewiesen. Dies gilt sowohl bei den Nahrungspflanzen der ausgewachsenen Insekten als auch als Futterpflanze für z. B. Raupen.

Können Wildbienen stechen?
Wildbienen müssen keinen großen Honigvorrat verteidigen und haben deshalb nur einen sehr kleinen Stachel, der nicht durch die menschliche Haut stechen kann.

Warum sehen manche Flächen jetzt so unordentlich aus?
Straßenränder und einzelne Wiesen werden nicht mehr so häufig gemäht. Hier finden sich wichtige heimische Kräuter und Gräser, die zur Blüte kommen und so den kleinen Tierchen Nahrung und Unterschlupf bieten.

Weshalb sind Landwirte manchmal gereizt, wenn es um Artenvielfalt geht?
LandwirtInnen und Landwirten  ist es nur möglich, verantwortungsvoll mit der Natur und unserer Kulturlandschaft umzugehen, wenn ihre Arbeit von Politik und VerbraucherInnen wirtschaftlich fair honoriert wird. Bitte achten Sie bei Ihren Einkäufen auf Nachhaltigkeit und faire Preise!

Lesen Sie in den nächsten Ausgaben des Gemeindeblattes, was Sie selbst in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon tun können und welche Schritte in unserer Gemeinde als nächstes geplant sind.


Bericht zum Vortrag: Artenvielfalt vom 24.Juni 2019

Erfolgreiche Veranstaltung

Am Dienstag dieser Woche fand eine sehr erfolgreiche Veranstaltung zum Thema „Artenvielfalt statt Einheitsgrün“ – wie stärken wir mit unseren Gärten die Natur und Artenvielfalt? Weit über 100 Besucher waren der Einladung in die Witthohhalle gefolgt und hörten Vorträge von Herrn Jens Wehner, der in der Stadtgärtnerei Bad Saulgau, der Landeshauptstadt der Biodiversität (Artenvielfalt des Lebens), arbeitet und Frau Landschaftsgärtnerin und Kräuterpädagogin Christiane Denzel.

Jens Wehner hatte aus seiner beruflichen Tätigkeit in Bad Saulgau vielfältige Beispiele parat, wie durch entsprechende Veränderungen in der Garten-, Wiesen- und Heckenlandschaft Möglichkeiten für Natur und Artenvielfalt geschaffen werden können. Insbesondere für Insekten wie zum Beispiel Wildbienen oder Schmetterlinge. Er lege dabei Wert darauf, dass in der Regel ortstypische Pflanzen Verwendung finden sollten und auch darauf geachtet werden könne, wie vielen Insektenarten welche Pflanzen oder Blüten Lebensmöglichkeiten bieten. Ein Beispiel, das für Staunen sorgte, war, dass Ligusterhecken zwar schön fürs Auge seien, sofern sie blühen, aber keinerlei Fruchtstand haben der von Insekten genutzt werden kann.

Neben zahlreichen Bildern aus Bad Saulgau brachte er den zahlreichen Zuhörern auch Beispiele nahe was getan werden kann. Er wies dabei aber auch darauf hin, dass nicht alles von heute auf morgen, sondern peu à peu gemacht werden muss und vor allem muss man, auch gerade im öffentlichen Bereich, die Einwohnerschaft informieren und mitnehmen. Damit erspart man sich eine Menge Rückfragen.

Christiane Denzel hatte ebenfalls sehr viele Bilder mitgebracht, wobei diese alle in und um Emmingen-Liptingen herum entstanden sind. Auch sie zeigte Beispiele auf, welche Pflanzen für die Insektenwelt sinnvoll sind und auch wie die Bewirtschaftung von Flächen stattfinden solle. Sie wies auch darauf hin, dass in einer Arbeitsgruppe in Federführung von Gaby Rettkowski nun ein Gesamtkonzept entwickelt werden soll, wie in Emmingen-Liptingen Flächen dauerhaft umgestaltet werden könnten. Dabei wird es sicherlich dann auch zu Meinungsunterschieden kommen. Der eine mag eben einen Zierrasen, der 20 bis 25 Mal im Jahr gemäht wird, der andere mag eine Blumenwiese, die nur zweimal, einmal oder überhaupt nie gemäht wird und einfach jahreszeitentsprechend blüht. Der eine empfindet entsprechende Anlagen als sehr natürlich, der andere als Schandfleck für die Gemeinde. Da werden wohl die Meinungen immer und ewig auseinandergehen.

 


Vortrag Artenvielfalt