Sitzungsbericht Sozialausschuss vom 27.06.2017

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Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses stand die Jugendarbeit in Emmingen-Liptingen. Jugendreferentin Katrin Traichel hatte dazu eine Online-Umfrage unter den Jugendlichen von Emmingen-Liptingen durchgeführt. Insgesamt waren 461 Jugendliche angeschrieben worden. Der Rücklauf mit insgesamt 59 entspricht dabei einer Quote von 13 %, was sicherlich steigerungsfähig wäre, bei entsprechenden Umfragen unter Jugendlichen allerdings dem sonst üblichen Prozentsatz entspricht. Dabei war die Beteiligung der Jugendlichen in Liptingen mit absolut 30 oder 17 % besser als in Emmingen mit absolut 29 oder 10 %. Interessante Aufschlüsse ergaben sich aus den Antworten der Jugendlichen, die natürlich nur bedingt repräsentativ sind. So hat sowohl eine Mehrzahl der Befragten in Emmingen wie in Liptingen betont, dass sie sich in Emmingen-Liptingen sehr wohl oder wohl fühlen (in Emmingen 75 %, in Liptingen 83 %).

Die Antwort auf die Frage, wo man in Zukunft gerne leben würde, war ebenso erfreulich. In Emmingen möchten 50 % weiterhin wohnen, 29 % der jugendlichen Emminger würden irgendwo im Landkreis Tuttlingen oder der näheren Umgebung eine Bleibe suchen. Die Liptinger Jugendlichen würden zu 52 % in Liptingen bleiben und zu 17 % irgendwo anders im Landkreis Tuttlingen oder der näheren Umgebung. Weitere Fragen bezogen sich auf die Empfindungen der Jugendlichen, was sie in ihrer Heimatgemeinde als gut empfinden, was störend ist, wie gut informiert sich die Jugendlichen über das, was in der Gemeinde abläuft, fühlen und woher die Jugendlichen ihre Infos bekommen. Interessanterweise gaben dabei in Emmingen wie in Liptingen die Jugendlichen an, dass in erster Linie die Familie und das Gemeindeblatt Informationsquellen seien. Erst an dritter Stelle folgen Freunde. Viele weitere Fragen zum Thema Freizeitgestaltung, Jugendhaus und weitere allgemeine Fragen bzw. Schlussbemerkungen der Jugendlichen wurden abgefragt.

Die Online-Umfrage ist als Präsentation auf der Startseite der Gemeinde-Homepage Emmingen-Liptingen als Download zur Verfügung gestellt.

Aus der Online-Umfrage hat Jugendpflegerin Katrin Traichel natürlich auch ihre Schlüsse gezogen. So sollen viele Informationen, die in Bezug auf Vereinsarbeit gegeben wurden, an die Vereine weitergegeben bzw. mit diesen besprochen werden. Auch wird Frau Traichel künftig das Mitteilungsblatt noch stärker für Informationen an die Jugendlichen nutzen, nachdem diese angegeben hatten, das Mitteilungsblatt sei eine wichtige Informationsquelle für sie. Zusammen mit dem Sozialausschuss hatte man auch darüber gesprochen, dass anstelle des Jugendhaus-Stammtisches ein Jugendforum an neutraler Stelle, also weder im Jugendhaus noch im Sitzungssaal des Rathauses, stattfinden solle. Denkbar seien hierbei die Foyers der Festhallen oder die Vereinsheime in den Ortsteilen. Frau Traichel informierte auch, dass sie im aktuellen Ferienprogramm der Gemeinde wiederum Aktivitäten anbiete. Gerade über solche Aktivitäten komme sie dann auch öfter einmal mit Jugendlichen zusammen, mit denen sie ansonsten weniger bis keinen Kontakt habe. Zudem informierte Frau Traichel, dass sie, nachdem sie nunmehr ein Jahr als Jugendpflegerin tätig ist, immer mehr in die Einzelberatungen einsteige. Dies reiche von Unterstützung bei Bewerbungen bis hin zu Besprechung von Problemen in der Familie und ähnlichem.

Erweiterungsbau Kindergarten Emmingen
Zusammen mit Architekt Dieter Heller und Kindergartenleiterin Elke Herrmann machte man anschließend einen kurzen Rundgang durch die laufende Anbaumaßnahme am Kindergarten. Architekt Dieter Heller informierte vom Baustand und dass er mit einer Fertigstellung im September/Oktober rechne. Außerdem konnte er darüber informieren, dass man kostenmäßig keine weiteren Überraschungen erlebe, sondern man werde eher unterhalb der Vergabe- und Auftragssummen abschließen. Im Zuge der Besichtigung wies Frau Herrmann noch auf verschiedene Mängel hin, die von Sanierungsnotwendigkeiten bei Parkettböden über den Austausch eines defekten Boilers bis hin zu Reparaturarbeiten durch Wasserschäden reichen. Diesen Themen wird sich die Verwaltung nun in Absprache mit der Kirchengemeinde annehmen.