Vortrag

|  Emmingen-Liptingen

Zwischen Selbständigkeit und (Zwangs)Eingemeindung.

 

Ein Vortrag von Dr. Hans-Joachim Schuster und Nils Bambusch – Kreisarchiv Landkreis Tuttlingen

 

Emmingen und Liptingen in der Gemeindereform der 1970er Jahre - selten hat eine Reformmaßnahme die Bürgerinnen und Bürger so bewegt wie die Kreis- und die Gemeindereform.

Die Kreisreform brachte sowohl für Liptingen als auch für Emmingen eine neue Kreiszuteilung.

Die Gemeindereform hatte zum Ziel, die Leistungsfähigkeit vor allem kleinerer Kommunen zu erhöhen. Die Zielplanung des Landes sah eine Mindestgröße für Gemeinden vor und setzte damit vor allem kleine Kommunen in Zugzwang. Für die damaligen Gemeinden Emmingen und Liptingen gab es verschiedene Optionen: u.a. eine Eingemeindung Emmingens nach Tuttlingen, den Erhalt der Selbständigkeit Liptingens durch Eingemeindung von Heudorf und Rorgenwies, die heutige Lösung oder auch eine Gemeinde Emmingen zusammen mit Liptingen und Hattingen.

Zur Option der Eingemeindung Emmingens nach Tuttlingen gab es gleich zwei Bürgeranhörungen. Im Falle Liptingens hatte die Gemeindereform ein juristisches Nachspiel: Der Staatsgerichtshof urteilte im März 1976 über die Klage Liptingens gegen die Zwangseingemeindung nach Emmingen und entschied so endgültig über das Schicksal Liptingens.

Nachdem vor 2 Wochen bereits ein Vortrag ztu diesem Thema in Liptingen stattfand und 75 Zuhörer begeistert waren¸ wird nun am Dienstag, 21. November, 19:00 Uhr, Witthohhalle der entsprechende Vortrag in Emmingen gehalten.

Die beiden Referenten skizzieren das äußerst spannende Geschehen und die kontroversen kommunalpolitischen Auseinandersetzungen um Selbständigkeit oder Eingemeindung Emmingens und Liptingens in der Phase der Gemeindereform in den 1970er Jahren.

 

Die Referenten Nils Bambusch und Dr. Hans-Joachim Schuster (Kreisarchiv Tuttlingen) freuen sich über eine zahlreiche Teilnahme.