Super Narrentreffen der Buchenberger

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Auf ein rundum gelungenes Narrentreffen aus Anlass des 40. Geburtstages der Buchenbergerzunft kann der Narrenverein und mit ihm ganz Emmingen zurückschauen. Unbeschwerte Jubiläumstage liegen hinter uns und man darf und muss der Narrenzunft Buchenberger zu den schönen Veranstaltungen und der hervorragenden Organisation auf das herzlichste gratulieren. Auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter gab es nur eine Art der Kommentare: Großes Lob und Anerkennung!

Schon lange haben die Vorbereitungen für das Narrentreffen, das unter dem Motto „Wo aus Narren Freunde werden“ gestanden hat, angedauert. Vor gut einem Jahr fiel die Entscheidung, ein Narrentreffen durchzuführen. Wegen der kurzen Fasnetszeit im Jahr 2013 war die Wahl auf das Wochenende 2. + 3. Februar auch rasch gefallen. Seit 12 Monaten also waren die Verantwortlichen dabei, alles vorzubereiten, zu organisieren und in die richtigen Bahnen zu lenken. Und jetzt kann man sagen, es hat einfach alles super funktioniert.

Nachdem die ganze Woche über die Zelte und Lauben aufgebaut worden waren, die Halle geschmückt und dekoriert und die Narrenbändel im Dorf bereits seit dem 5. Januar hingen, wurde am Samstag noch schnell ein Narren-Schelmenbaum aufgestellt: Herrlich.

Die größte Spannung war hinsichtlich des Wetterberichtes angesagt: Bis drei Tage vor dem Fest war es noch bitterkalt und die Wiesen als auserkorener Parkraum gefroren. Dann allerdings setzten milde Luft und starke Niederschläge den Verantwortlichen mehr und mehr zu. Auch über das Wochenende war doch nicht unbedingt gutes Wetter zu erwarten. Doch es soll noch einmal jemand sagen, die Emminger hätten nicht auch beste Beziehungen zu Petrus. Während es am Freitag noch regnete und ein Umzug unmöglich gewesen wäre, war es am Samstag vergleichsweise angenehm. So konnte auch ein schöner Nachtumzug mit anschließendem buntem Treiben in Halle, Zelten und Lauben abgehalten werden. Über 20 Zünfte gaben sich bereits zum Nachtumzug die Ehre. In der Witthohhalle gab es zahlreiche Brauchtumsvorführungen und Gratulationsreden. Auch Hartwig Renner als Zunftmeister der Liptinger Schlehenbeißer gratulierte mit launigen Worten, bevor die Zunft ihre Brauchtumsvorführung zeigte. Der Gardetanz der Liptinger Schlehenblüten rundete den Auftritt der „Getti-Zunft“ ab. Gratulationsworte fand auch der Präsident der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee (NVHB), Rainer Hespeler, der mit weiteren Vertretern des Präsidiums in der Halle war. So meinte er, der Umfang des Narrentreffens in Emmingen habe bereits den Charakter eines Narrentages. Auch der Vize-Präsident und Kanzelar der NVHB und ehemalige Emminger Bernd Schuckert war anwesend. Rainer Hespeler, der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Emmingen-Liptingen auf der Fasnet war - letzte Woche besuchte er die Seniorenfasnet in Emmingen - , ließ es sich auch nicht nehmen, noch in den Barzelten eigene Eindrücke vom Festen und Feiern in Emmingen zu sammeln. Und diese Eindrücke sind gut gewesen, wie er versicherte.

Der Sonntag begann mit der Narrenmesse in der voll besetzten St. Silvester-Pfarrkirche. Die Besucher aus nah und fern durften einen wunderbaren Gottesdienst mit Pfarrer Ewald Billharz feiern, welcher sichtlich bester Stimmung war und eine komplett in Reimform verfasste Predigt hielt. Dabei kam auch die Ortspolitik etwas unter die Räder, allerdings unter närrische. Mitgestaltet hatten den Gottesdienst der Musikverein Trachtenkapelle Emmingen, eine A Cappella Formation der Trachtenkapelle sowie der Gruppe „Singing Youth“.

Nach dem Gottesdienst ging es mit Marschmusik zum Rathaus, wo der Zunftmeister- und der Dirigentenempfang stattfand. Die anwesenden Zünfte überbrachten zahlreiche Gastgeschenke an die Buchenberger und Zunftmeister Rolf Strössner. Dieser hatte die Anwesenden alle begrüßt, unter ihnen erneut viele Vertreter der NVHB, wie Vize-Präsident Bernd Schuckert, Landvogt Ewald Hermann und Schreiberin Renate Hermann. Auch zahlreiche Sponsoren konnte Rolf Strössner neben den Zunftvertretern und Dirigenten willkommen heißen.

Bürgermeister und Schirmherr Joachim Löffler begrüßte ebenfalls die Anwesenden und hatte eine gereimte Rede vorgetragen, die auch immer wieder für Erheiterung sorgte. Leider musste er dem Zunftmeister und den Buchenbergern mitteilen, dass er als Geschenk keine Geldscheine oder einen Scheck dabei hat, denn das gibt es nur, wenn das gefeierte Jubiläum durch 25 teilbar ist. Dafür hatte er dem Verein ein riesiges Schokoladengeschenk mit dem Vereinsemblem in Marzipan mitgebracht. Der Gratulation an den Verein zum Geburtstag und dem Dank für die Ausrichtung des Narrentreffens schloss er launige Begrüßungsworte an. So hatte er vergeblich gehofft, dass die Abgeordneten aus dem Wahlkreis sowie Landrat Bär sich einfinden würden. Diese waren offensichtlich auf anderen Veranstaltungen. Dafür war Frau Susanne Kieckbusch, MdB, als Abgeordnetennachfolgerin des neuen Stuttgarter OB Fritz Kuhn gekommen. Und zum Umzug kam dann auch Leopold Grimm, MdL, dazu. Grußworten von Vize-Präsident Schuckert und Richard Gnirß als Vertreter der Emminger Vereine sowie Landvogt Ewald Hermann schloss sich die Überreichung der Jubiläumsorden an.

Während am Morgen das Wetter noch nicht so toll war, ließ sich dann pünktlich zum Beginn des Umzugs auch die Sonne sehen. 51 Zünfte mit rund 4.000 Maskenträgern boten ein herrlich buntes Bild in und entlang der Umzugsstrecke. Mindestens genauso viele Zuschauer - es können auch doppelt so viele gewesen sein - säumten die Straßen und ließen sich von den Narren mit Konfetti, Gutzle und sonstigen Leckereien verwöhnen. Die ein oder andere junge Dame musste aber auch die Späße der Hexengruppen ertragen.

Nach dem Umzug ging die Straßenfasnet dann noch bis in die frühen Abendstunden, während die Busse die Narren und Musikanten wieder am Engelekreuz einsammelten und nach Hause brachten. Da zeigte sich dann in der Nacht von Sonntag auf Montag bei Sturmböen und Schneefall, welches Glück die Narren doch gehabt hatten.

Zum Schluss bleibt nur, den Buchenbergern zu diesem hervorragenden Jubiläum auf das herzlichste zu gratulieren und Dank zu sagen. Dieser Dank gebührt zunächst Zunftmeister Rolf Strössner und seinem Vize Neshat Gashi sowie allen weiteren Zunfträten und Verantwortlichen in den einzelnen Arbeitsgruppen. Besonders imponiert hat, dass die Vereinsfamilie in Emmingen zusammengeholfen hat, denn alleine wäre solch eine Veranstaltung von keinem Verein zu stemmen. Die Buchenberger haben ihr bestes gegeben, die ganze Gemeinde hat dadurch positive Schlagzeilen erhalten. Und ohne Angst kann man bereits heute dem nächsten Jubiläum und vielleicht dann einem offiziellen Narrentag entgegenblicken.