Bericht Informationsveranstaltung Witthohhalle

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Kurz vor Ostern fand in der Witthohhalle eine gut besuchte Informationsveranstaltung zum Planungsstand für den Neubau der Witthohhalle statt. Fast 300 interessierte Einwohner waren gekommen, um sich zum einen die Pläne und Modelle der neuen Witthohhalle anzusehen, zum anderen aber auch, um sich den Planungsstand vortragen zu lassen. So waren die Architekten Anke Goll und Christoph Wezel bereits um 18.00 Uhr in der Halle und erläuterten die Planung anhand der Modelle und der aufgehängten Pläne.

Um 19.00 Uhr begrüßte Bürgermeister Joachim Löffler dann alle Anwesenden aufs Herzlichste. Er informierte nochmals, wie es zum aktuellen Planungsstand der Witthohhalle gekommen war. Da in den vergangenen Wochen, seit der letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung im Dezember, vermehrt Kritik an der aktuellen Planung laut geworden war, sollte ohnehin nach einigen nichtöffentlichen Runden des Hallenausschusses, der die Planung optimieren soll, eine Information über den aktuellen Planungsstand gegeben werden. Im Dezember hatte der Gemeinderat beschlossen, die Halle um sieben Meter zu reduzieren und auf den Bau einer Tribüne zu verzichten. Dadurch sollten Kosten von rund 550.000 Euro eingespart werden. Wegen diesen beiden Veränderungen wurde kritisiert, dass die beim aktuellen Entwurf gewählte Dachform zum einen viel Geld kosten werde, zum anderen aber auch hinsichtlich Dichtheit und Aufbringung von Photovoltaik nicht optimal sei.

Nachdem die Architekten Anke Goll und Christoph Wezel nochmals ihre Planung erläutert hatten, gab Prof. Volkmar Bleicher von der Firma Transsolar einen Überblick über die bisher durchgeführten Planungen und Technikprüfungen. Die Firma Transsolar verbindet quasi alle ingenieurtechnischen Arbeiten und prüft, ob beispielsweise die Heizung oder die Kühlung der Halle ausreichend dimensioniert ist und wie eine Beleuchtung mit Tageslicht oder Kunstlicht in den verschiedenen Hallen- und Seitenbereichen erfolgt.

In der anschließenden Fragerunde nutzten viele Einwohner die Möglichkeit, an den Bürgermeister, die Architekten oder Prof. Bleicher Fragen zu stellen. Im Resümee drehten sich die meisten Fragen um das Hallendach. Allgemein waren die Redner der Meinung, dass es zu viel Geld koste, dieses Dach zu bauen, zum anderen werde man es nicht dicht bekommen und die Aufbringung von Photovoltaik sei nicht optimal möglich. Auch die eventuelle Blendungswirkung wurde von Anliegern angesprochen. Nachdem immer wieder danach gefragt wurde, um wie viel das geplante Dach nun teurer sei als ein konventionelles Pult- oder Satteldach, beauftragte Bürgermeister Löffler noch in der Infoveranstaltung die Architekten, eine Kostenermittlung diesbezüglich vorzunehmen.

Eine weitere Erkenntnis des Abends war, dass eine Tribüne nachträglich angebaut werden kann. Allerdings ist dies natürlich auch teurer als wenn diese gleich mitgebaut werde. Auch diesbezüglich wurden die Architekten beauftragt, die Mehrkosten bei einer Nachrüstung zu ermitteln.

Erfreut hatten alle Anwesenden vernommen, dass das Land Baden-Württemberg über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum der Gemeinde Emmingen-Liptingen ein zweites Mal den Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro bewilligt habe. Dies, so Bürgermeister Löffler, sei sicherlich keine Selbstverständlichkeit, zumal bereits in der ersten Vergaberunde diese Bewilligung erfolgt sei. Vor zwei Jahren hatte man noch mühsam über Rückflussmittel daran gearbeitet, eine Zuschusszusage zu erhalten. Für diese Bekanntgabe gab es den Applaus der Anwesenden.

Die Wortmeldungen bei der Infoveranstaltung waren im Wesentlichen von großer Sachlichkeit geprägt. Man spürte aber auch teilweise, und dies kam auch so zum Ausdruck, dass der Eine oder Andere vor allem mit dem Verzicht auf eine Tribüne nicht zufrieden sei.

Der weitere Fortgang ist nun so geplant, dass am 17. April die Emminger Vereine über die Planung sprechen und insbesondere die internen Betriebsabläufe in der neuen Halle beleuchten. Auch hier gibt es sicherlich noch Optimierungsbedarf. Am 19. April können dann Vereinsvertreter in die Sitzung des Hallenausschusses kommen und ihren Standpunkt zum aktuellen Planentwurf vortragen. Ob sich dann als Gemeinderatstermin der 14. Mai halten lässt, wo das endgültige Raumkonzept und die Finanzierung zu billigen sind, bleibt abzuwarten.