100.000 Euro für Zeilenkapelle in Emmingen-Liptingen

|  Emmingen-Liptingen

Die Zeilenkapelle in Emmingen-Liptingen kann auch dank 100.000 Euro aus der Lotterie GlücksSpirale saniert werden. Lotto-Regionaldirektor Frank Eisele überreichte am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Ortskuratorin Christine Blessing von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einen symbolischen Förderscheck an Bürgermeister Joachim Löffler.

"Das Geld aus der GlücksSpirale macht es der Deutschen Stiftung Denkmalschutz möglich, wertvolle Kulturdenkmale zu erhalten", betonte Lotto-Regionaldirektor Frank Eisele beim Besuch der Kapelle. Denkmalschutz bewahre besondere Orte zum Feiern, Erleben und zur Besinnung. "Lotto Baden-Württemberg hilft mit, die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft zu schlagen. Damit leistet unser Landesunternehmen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag", so der Lotto-Regionaldirektor.

Die Zeilenkapelle in Emmingen-Liptingen gehört zu den über 130 Projekten, welche die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden, Erträge ihrer Treuhandstiftung und Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördert.

In Baden-Württemberg fließen jährlich rund 28 Millionen Euro aus Lotteriemitteln in den Denkmalschutz. Der Hauptanteil in Höhe von 24,9 Millionen Euro stammt aus dem Wettmittelfonds den das Land aus den Reinerlösen der staatlichen Lotterien bildet. Damit wird unter anderem das Denkmalförderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen finanziert. Aus der Rentenlotterie GlücksSpirale werden weitere Mittel bereitgestellt. 2018 beliefen sich diese auf rund drei Millionen Euro für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Denkmalstiftung Baden-Württemberg.

Die Zeilenkapelle wird in 2019/2020 mit einem Aufwand von knapp 500.000 EUR saniert und restauriert. Durch die Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Landes Baden-Württemberg sind bereits 160.000 EUR finanziert, zudem liegen Privatspenden über rund 40.000 EUR vor. Damit sind 200.000 EUR vom Gesamtaufwand finanziert. Die Gemeinde hofft, dass mit Beginn der Restaurierung weitere Spenden eingehen.

Das Zillerglöckchen aus dem 13. Jahrhundert ist eine Rarität und wurde bereits zur gutachtlichen Untersuchung abgehängt und zur Hochschule Kempten verbracht. Im März/April gehen dann die eigentlichen Arbeiten los, dazu wird die Kapelle eingehaust und zur Holzwurmbekämpfung begast. Danach werden die Außenarbeiten beginnen. Vergaben für die anstehenden Arbeiten wird der Gemeinderat in der Sitzung am 18.02.2019 vornehmen.

 

v.l.n.r. Bürgermeister Joachim Löffler, Christine Blessing (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Frank Eisele (Toto-Lotto Regionaldirektor Süd) und Architekt Thomas Kreuzer