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Neue Ansprechpartnerin im Rathaus für Breitband

Seit Spätsommer steht fest, dass die Firma Netcom BW GmbH, ein Unternehmen der EnBW, als Betreiber des Glasfasernetzes im Landkreis Tuttlingen auftreten wird.  

Im Ortsteil Emmingen gehen die Arbeiten der Leitungsverlegung planmäßig voran. Die Planungen des ersten Bauabschnittes im Ortsteil Liptingen sind leider langsamer fortgeschritten als geplant, da die Rückmeldungen der Grundstückseigentümer recht schleppend eingingen.

Um die Abwicklung im Rathaus zu verbessern hat die Gemeinde eine neue Mitarbeiterin eingestellt, die sich schwerpunktmäßig um die Koordinierung des Breitbandausbaus kümmern wird. Frau Annette Vetter wird den Bürgerinnen und Bürgern für Fragen rund um den Breitbandausbau zur Verfügung stehen. Frau Vetter ist jeweils von Montag bis Donnerstag an den Vormittagen unter 07465/9268-13 bzw. per Mail unter annette.vetter@emmingen-liptingen.de erreichbar.

 

Unterschied Telekom und BIT

Das Projekt Glasfaserausbau in Emmingen-Liptingen geht weiter voran. In Emmingen steht inzwischen das Technik-Gebäude an den Parkplätzen beim Friedhof. Bis Jahresende sollen die Glasfasern beim Backbone und witterungsabhängig im innerörtlichen Verteilnetz eingezogen werden. Das Technik-Gebäude muss danach mit entsprechender Übertragungstechnik bestückt werden.

In Liptingen sind immer noch nicht alle Rückmeldungen der Hauseigentümer zu den auf der Backbone-Strecke geplanten Anschlussmöglichkeiten eingegangen. Dadurch verzögert sich der weitere Projektfortschritt. Vor dem Winter kann der Bauabschnitt nicht mehr begonnen werden.

Es ist festzustellen, dass die Deutsche Telekom derzeit auch an ihrem kupferbasierten Breitbandnetz arbeitet. Hier wird aktuell in Liptingen am Hauptverteiler in der Jägerstraße der Vectoring-Ausbau vorangetrieben, der aber kein Glasfaser bis ins Haus bringt. Nur das kommunale Projekt der Gemeinde Emmingen-Liptingen zusammen mit der BIT ist zukunftssicher und bringt echte Glasfaseranschlüsse. Nur diese Technik ermöglicht schnelle und symmetrische Anschlüsse, die künftig im Rahmen der  technischen Weiterentwicklung flächendeckend benötigt werden. Verwunderlich ist, dass zeitgleich mit der Gründung der kommunalen Breitbandinitiative BIT im Landkreis Tuttlingen die Deutsche Telekom zunehmend aktiv wird und beginnt, die gröbsten Löcher und Schwachstellen in Ihrem Versorgungsnetz zu schließen. Vor der Gründung der BIT war mit der Telekom noch verhandelt worden, ob sie bereit ist in den Gemeinden Glasfaser zu verlegen. Dies wurde immer verneint. Nur jetzt, wo Konkurrenz durch die BIT erwachsen ist, wird seitens der Telekom etwas getan.

Sollten Hausbewohner von der Telekom kontaktiert werden zum Zweck der Breitbandversorgung, sollte sich niemand etwas vorgaukeln lassen. Im Zweifel rufen Sie bitte bei der Gemeindeverwaltung an um den Sachverhalt zu klären.

 

PoP für Emmingen aufgestellt
 
Am Mittwoch, den 11.10.2017 wurde am Parkplatz des Friedhofs der sogenannte PoP (Point of Presence) aufgestellt. Hierbei handelt es sich um das zentrale Technikgebäude, in welchem das Datensignal, das über die Hauptleitung, den Backbone, nach Emmingen kommt, an das innerörtliche Netz übergeben und im Verteiler in das Ortsnetz auf die Gebäude verteilt wird. Es handelt sich hierbei um den ersten PoP, der im Rahmen der Breitbandinitiative im Landkreis Tuttlingen errichtet wird. Das etwa 19 Tonnen schwere und noch leere Gebäude wurde auf einem LKW angeliefert und mit einem Autokran an die vorbereitete Stelle gehoben. Im Nachgang dazu wird das Gebäude mit der notwendigen Technik ausgerüstet.
 
Die Bauarbeiten im Ortsnetz laufen planmäßig weiter und sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Da der Betreiber des Netzes, die Firma NetCom BW GmbH, ebenfalls noch Vorbereitungen treffen muss, wird der Betrieb voraussichtlich etwa Mitte 2018 starten können.

Innenminister Strobl übergibt Förderbescheid

Der Breitbandausbau im Landkreis Tuttlingen geht mit hohem Tempo voran. Beim ersten offiziellen Spatenstich der Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen (BIT) überreichte Digitalisierungsminister Thomas Strobl zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 124.800 Euro an die Kommunalanstalt.

Für den Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, ist der Breitbandausbau eine ganz entscheidende Grundlage für die Digitalisierung. „Schnelles Internet ist die Lebensader der Digitalisierung und ein wichtiger Standortfaktor. Der Breitbandausbau hat für die Landesregierung höchste Priorität. Mit unserer Breitbandpolitik richten wir den Blick in die Zukunft und schließen die Versorgungslücken von heute mit der Technologie von morgen - der Ausbau mit Glasfaser steht für uns an erster Stelle. Mit der heutigen Förderung hat das Land dieses Jahr bereits insgesamt rund 1,2 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Kreis Tuttlingen bereitgestellt. Wir fördern den Breitbandausbau mit Hochdruck", betonte der Digitalisierungsminister bei der Übergabe der Förderbescheide und dem Spatenstich am 31. August in Emmingen-Liptingen.

Mit dem Spatenstich auf dem Witthoh wurde der Startschuss gegeben für den Bau einer längeren Backbonezuführung sowie für einen ersten innerörtlichen Ausbauabschnitt der BIT gemeinsam mit den Gemeinden Emmingen-Liptingen und Immendingen sowie der Stadt Tuttlingen.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit Unterstützung der Gemeinden in den kommenden Jahren Glasfaser in jeden Betrieb, jede Schule und jedes Haus zu bringen", verdeutlichte Wirtschaftsdezernent Michael Guse in Vertretung von Landrat Stefan Bär, der beim Spatenstich aufgrund der Trauerfeierlichkeiten für Kreisrat Hans Trümper nicht anwesend sein konnte. Mit der Gründung der BIT sei dem Landkreis im vergangenen Jahr ein großer Kraftakt gelungen und ein wichtiger erster Schritt in Richtung einer umfassenden Glasfaserinfrastruktur sei vollzogen. In der BIT haben sich alle Gemeinden und der Landkreis zusammengeschlossen, um den Breitbandausbau voranzutreiben. Mit der NetCom BW wurde inzwischen auch ein leistungsstarker Netzbetreiber gefunden.

„Unser wirtschaftsstarker und ländlich geprägter Landkreis benötigt eine moderne Infrastruktur", ist der Wirtschaftsdezernent überzeugt. In diesem Jahr stehen im Landkreis Tuttlingen Investitionen von 3 Millionen Euro an und konkrete Planungen für den flächendeckenden Bau des Backbone-Netzes in den nächsten drei Jahren liegen vor. In vier bis fünf Jahren soll das Backbone-Netz fertig sein und dann 275 Kilometer und 87 Teilabschnitte umfassen.

„Die Unterstützung und finanzielle Förderung seitens des Landes Baden-Württemberg ist für uns elementar", unterstrich Michael Guse bei der Entgegennahme der Förderbescheide und drückte dem Innenminister den Dank des Landkreises für die zugesagten Mittel aus.

Übergabe Förderbescheid (v.l.n.r.): Bernhard Palm (NetCom BW), Erster Bürgermeister Emil Buschle (Tuttlingen), Bürgermeister Joachim Löffler (Emmingen-Liptingen), Innenminister Thomas Strobl, Frank Baur (Vorstand Breitbandinitiative Tuttlingen), Dezernent Michael Guse (Landratsamt Tuttlingen)

Breitbandausbau Emmingen-Liptingen

Im Rahmen der breitbandinitiative des Landkreises Tuttlingen (BIT) ist Emmingen-Liptingen eine der ersten Gemeinden, die flächendeckend alle Anwesen an das Glasfasernetz anschließt, um alle Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden, Freiberuflern etc. Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen. Im Ortsteil Emmingen soll im Frühling 2017 mit dem Bau des ersten Abschnittes begonnen werden. Entlang der Backbonetrasse, die vom Landkreis gebaut wird, erhalten die ersten Privatanwesen und Firmengebäude einen Glasfaseranschluss bin ins Gebäude (FTTB-Standard).

Anschließend wird im Ortsteil Liptingen ein erster Bauabschnitt realisiert. In den nächsten Jahren wird die Gemeinde Emmingen-Liptingen mehrere Millionen Euro investieren, um den Versorgungsrückstand des ländlichen Raums gegenüber Städten aufzuholen.

Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Breitbandinitiative des Landkreises Tuttlingen unter www.breitband-tut.de

 

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